Das Lindowlied (B. Michalke)
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… 2010 wurde das Musiktheater „Die Schöne Nonne von Lindow“ auf der Lindower Waldbühne aufgeführt.
Die Sage von der "schönen Nonne"
Vor vielen Jahrhunderten verliebte sich die wunderschöne Grafentochter Amelie in einen Jüngling von niederem Stand namens Jakob. Die Eltern des Mädchens verboten ihrer Tochter diesen Umgang, und da sie sich nicht daran hielt, schickten sie sie zur strengen und standesgemäßen Erziehung in das malerisch am Wutzsee gelegene Kloster zu Lindow im Ruppiner Seenland. Hier lebte sie zunächst sehr unglücklich und trauerte ihrer Liebe nach, entwickelte sich aber später zu einer kräuterkundigen Heilerin. Jakob war ihr gefolgt. Sein Versuch, sie durch ein Loch in der Klostermauer zu befreien, an dem er lange geschabt und gekratzt hatte, schlug fehl. Aber mit Hilfe einer List gelang ihnen schließlich doch die Flucht. Niemand weiß etwas Genaues über ihren Verbleib. Allerdings kam wenig später eine Heilpflanze, das "Ameliekraut", in Umlauf, mit dessen Hilfe vielen Kranken geholfen wurde. Die Stelle, an der einst die Klostermauer stand, ist bis heute nicht geheuer: Wer gegen Mitternacht dort vorbeigeht, vernimmt ein deutliches Scharren und Kratzen und sieht zu, dass er schnell und wohlbehalten sein Ziel erreicht.
Zur Erinnerung an diese Geschichte aus dem Mittelalter hat der Lentzker Bildhauer Peter Maria Stajkoski die Skulptur aus einem Monolithen geschlagen. Sie hat ohne Inselstein eine Höhe von 2,15m und wiegt ca. 1350kg. Bei dem Granitstein handelt es sich um Striegauer Granit. Jedes Jahr am 2. Wochenende im Juli zum Drei-Seen-Fest wird eine "Schöne Nonne" gekürt.Selbst zur Bootskorso auf dem Gudelack ist sie dabei.
Das Lied "Brandenburg Impressionen"
Am Kloster Wutz steht nun oh Wonne, die legendäre „Schöne Nonne",
Der Graf erzählt es aller Land, wie sie ihr Schicksal abgewandt,
Drum zieht es Touris jung und alt ins schöne Märk´sche Urlaubsland
mit Segeln Angeln ganz spontane ist man entzückt, wie einst Fontane,
Denn die 3 Seen, mit Linden, Buchen kommt jeder gern einmal besuchen,
Wir bleiben hier, gehen nie mehr fort, aus diesem wunderschönen Ort.
(letzte Zeile wiederholen)
Hier gibt es Aal, Zander und auch Hecht,
drum geht´s den Lindowern nicht gerade schlecht,
Lindow grüßt Euch und die ganze Welt, damit der Urlaub all´n gefällt.
Die Schöpfung prägte dieses Land, Moränen, Heide mit viel Sand.
Die Hörnerklänge, Jagdgesang, sind allen Märker´n wohlbekannt,
mit Wäldern, Wiesen, Feldern, Mohr, viel klaren Seen, wogendes Rohr.
Gans, Adler, Schwäne mit den Enten, tun gern viel Blicke auf sich lenken.
Das Fabeltier, Storch, Adebar, kommt uns besuchen jedes Jahr,
auch er bleibt hier, fliegt kurz nur fort, aus diesem wunderschönen Ort.
Auch er bleibt hier, fliegt kurz nur fort, aus diesem wunderschönen Ort.
Bier gibt es, Wein, liebe nette Gäste, den Karneval, und viele Feste,
man fühlt sich wohl, ulkt und lacht viel,
AMOR, mit Pfeil und Bogen ist am Ziel.
Text + Ton: B. Michalke
Was etwa New York mit seiner Freiheitsstatue oder Kopenhagen mit seiner Jungfrau schon seit langem ziert, steht nun auch Lindow gut zu Gesicht nämlich das Standbild einer der bedeutendsten Frauen der Stadt: Die Skulptur "Die Schöne Nonne von Lindow" die als neues Lindower Wahrzeichen dauerhaft ihren Platz im Wutzsee einnehmen soll, wurde am 6.Juli 2007 durch den Tourismusverein der Stadt Lindow (Mark) "Stadt der drei Seen" feierlich der Öffentlichkeit übergeben.











