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Kirchen

 Weithin sichtbar ist der 36 Meter hohe Turm der barocken Stadtkirche. Bereits 1457 erhielt die Lindower Neustadt eine eigene Pfarrkirche. Sie war ein Feldsteinbau, deren Holzturm wie beim heutigen Kirchenbau an der Straße stand. Zwei Brände in der Mitte des 18. Jh. zerstörten die alte Stadtkirche sowie die Bürgerhäuser im südlichen und nördlichen Randbereich der Stadt. Die dann zwischen 1751 und 1755 von Landbaumeister Georg Christoph Berger neu erbaute evangelische Kirche mit der berühmten Sauer-Orgel (um 1900) gehört heute zu den schönsten der Mark Brandenburg und zu den besonderen. Denn ungewöhnlich sind nach wie vor die Ausrichtung des Turmes nach Osten und der, in der Mitte der Kirche stehende, Kanzelaltar. Wunderschön strahlen die restaurierten Bleiglasfenster mit den Motiven „Kreuzigung“ und „Auferstehung Jesu“ in der Sonne. Zu Zeiten Friedrich des Großen wurde neben der Kanzel eine Sanduhr angebracht, um immer die Dauer der Predigt im Blick zu haben… Die Kirche ist zu den angeschlagenen Öffnungszeiten zu besichtigen.

 

Bereits im Jahre 1859 wurde in Lindow eine katholische Missionsstation gegründet. Die heutige katholische Kirche St. Joseph wurde 1931 aus Seebecker Ziegeln und märkischer Kiefer erbaut. Ursprünglich gab es zwei Glocken, die kleine Marienglocke und die große Josephsglocke, die wie so viele andere im zweiten Weltkrieg zu Kriegszwecken beschlag-nahmt wurde. Die Bleiverglasung der Fenster fiel in den siebziger Jahren leider Vandalismus zum Opfer und musste durch Betonfenster ersetzt werden. Inzwischen wird das Gebäude nicht mehr als Gemeindekirche genutzt, aber als Eremitage St. Bernhard. Die Kirche steht dem Besucher zu bestimmten Zeiten zum Gebet oder auch zur Besichtigung offen.

 

Rund um Lindow finden Sie viele kleine Kirchen. Sehr vielfältig sind die Baustile und Bauarten der sakralen Gebäude. Jedes ist auf seine eigene Art ein Ort der Ruhe und Besinnung. Einige können auch von innen besichtigt werden.